12. April 2018

Neue Baugeräte für die Bauausbildung – Investitionen in die Zukunft!

Großer Maschineneinsatz erfordert modernste Ausbildungstechniken


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Stuttgart. Der zunehmende Maschineneinsatz auf den Baustellen des Landes erfordert eine adäquate technische Ausbildung, um die künftigen Baufachleute fit zu machen für die Anforderungen der Zukunft. Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg hat deshalb für ihre verbandseigenen überbetrieblichen Ausbildungszentren mit insgesamt 3.000 Baulehrlingen zahlreiche neue Baugeräte angeschafft, die demnächst in den verschiedenen Werkhallen und Übungsgeländen zum Einsatz kommen. Bei den Neuanschaffungen spielt allerdings nicht nur die neueste Maschinentechnik eine Rolle. Ebenso wichtig sind Umweltschutz, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte, denn das Wohl der Auszubildenden hat für die Bauwirtschaft absolute Priorität.

Zum Neuerwerb gehört unter anderem ein 7 Tonnen schwerer Radlader mit modernstem Rußpartikelfilter für die Ausbildung der rund 270 Baugeräteführer und 550 Straßenbauer. Außerdem gibt es künftig einen elektrobetriebenen Gabelstapler, um möglichst abgas- und feinstaubfrei Baumaterialien innerhalb der Werkhallen zu transportieren. Erstmals wurden auch drei elektrisch betriebene Grabenstampfer angeschafft, damit die Azubis beim Verdichten von Boden und Schotter in tiefen Baugruben keinen Abgasen ausgesetzt sind. Zu den Neuinvestitionen im Bereich Umwelttechnik gesellt sich ferner ein mobiler drei Meter hoher Luftreiniger mit Lüftungsaggregat, um den Staub, der sich unweigerlich auf Baustellen bildet, effektiv zu filtern.

Neu hinzugekommen für die überbetriebliche Ausbildung ist überdies ein Hydraulikhammer, mit dem große Betonbauteile wie sie etwa bei Abbrucharbeiten von baulichen Anlagen anfallen, zerteilt werden können. Außerdem gibt es einen neuen Backenbrecherlöffel, der aus großen Gesteinsbrocken kleine Schottersteine für den Straßenoberbau zerteilt. Hochmodern ist auch die neuerworbene Betonpresse für das Betonlabor im Ausbildungszentrum Bau Geradstetten. Die Presse dient der Festbetonprüfung, d.h. ein Betonwürfel wird so lange gepresst, bis er auseinanderbröselt. So kann man testen, ob der hergestellte Beton, z.B. für Brückenbauwerke, die notwendige Druckfestigkeit hat. Ähnlich wie ein Küchengerät nur in wesentlich größeren Dimensionen arbeitet der neue so genannte Zwangsmischer. Mit seinem Hochgeschwindigkeitsquirl mischt er ganz besonders anspruchsvolle Rezepturen wie etwa selbstverdichtende Betone oder Hochleistungsbeton mit extrem hoher Druckfestigkeit.

Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, sieht in den Neuanschaffungen, die immerhin einen Wert von mehreren Hunderttausend Euro haben, auch eine wichtige Investition in Zukunft der Branche: „Der Maschineneinsatz auf unseren Baustellen nimmt stetig zu. Hochmoderne Technik gehört mittlerweile zur Standausrüstung einer jeden Baumaßnahme. Darauf müssen wir unsere Azubis optimal vorbereiten und sie bereits während der Ausbildung entsprechend qualifizieren. Nur so können wir Fachkräfte heranbilden, die für die großen baulichen Herausforderungen vor allem im Bereich Infrastruktur und Umweltschutz gewappnet sind.“

Ein Großteil der Investitionskosten für die neuen Baugeräte sowie weiterer kleinerer Anschaffungen wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB und vom Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg übernommen.