03. Mai 2018

Bauwirtschaft weist IG BAU-Kritik an Entlohnung der Lehrlinge zurück

Bau-Azubis erhalten Spitzenverdienst und Top-Karrierechancen


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Stuttgart. „Die Bauwirtschaft bietet jungen Menschen außerordentlich gute Karrieremöglichkeiten. Zudem sind Baulehrlinge Top-Verdiener. Sie belegen seit Jahren ungebrochen Rang 1 in der Liste aller handwerklichen Ausbildungsvergütungen“, betont Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Die vom Bezirksvorsitzenden der IG BAU Nordbaden am Rande der Bau-Tarifverhandlungen geäußerte Kritik an der Entlohnung der Baulehrlinge ist für ihn daher in keinster Weise nachvollziehbar. Er weist außerdem darauf hin, dass die beruflichen Zukunftsperspektiven am Bau gerade für baugewerblich ausgebildete Lehrlinge hervorragend seien.

„Anstatt die Arbeitgeber zu Unrecht zu kritisieren, sollte die Gewerkschaft dabei mithelfen, junge Menschen für die Baubranche zu begeistern“, so Thomas Möller weiter. „Wir von Bauverbandseite tun dies seit Jahren mit einer großen Nachwuchskampagne, die insbesondere in Baden-Württembergs Schulen auf außerordentlich positive Resonanz stößt. Dabei werden die Jugendlichen mit einem multimedial ausgebauten Bau-Bus direkt Vorort angesprochen und über die Vielfalt der Bauberufe informiert. In diese Kampagne hat unser Verband sehr viel Geld investiert, um qualifizierte Nachwuchskräfte für die Baubranche zu gewinnen.“

Die Arbeitgeber suchen seit Jahren händeringend Auszubildende und Fachpersonal und engagieren sich dabei stark für ihre Mitarbeiter, sowohl in großen als auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Studien zeigen: Wer eine Ausbildung am Bau begonnen hat, ist überdurchschnittlich zufrieden mit seiner Berufswahl. Thomas Möller betont: „Arbeiten am Bau heißt Arbeiten im Team. Die Leistung eines jeden Mitarbeiters ist bedeutend. Die einzelnen Arbeitsschritte bauen aufeinander auf. Junge Beschäftigte erleben dadurch eine häufig ungewohnte Wertschätzung ihrer Arbeit. Wer sich fortbilden möchte, wird zudem individuell gefördert.“ Ein engagierter Mitarbeiter könne bei entsprechender Eignung somit auch ohne höheren Schulabschluss in Führungspositionen aufsteigen, selbstverständlich bei adäquater Entlohnung. Wenn Ausbildungsplätze oder sonstige Stellen unbesetzt blieben, dann also nicht, weil die Bezahlung nicht stimme, sondern weil schlichtweg Bewerber fehlten.

Ein angestellter Polier verdient aktuell bis zu 4.918 Euro im Monat. Die Ausbildungsvergütung für Baulehrlinge liegt im ersten Ausbildungsjahr bei 785 Euro, im zweiten Lehrjahr bei 1.135 Euro und im dritten Jahr bei 1.410 Euro.