15. Mai 2018

IHK und Bauwirtschaft fordern innovative Wege aus dem Stau

Mobilität statt Stillstand


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Heidelberg. Digitale Vernetzung, digitale Mobilität im Nahverkehr, autonomes Fahren und innovative Lieferkonzepte werden den urbanen Verkehr der Zukunft enorm verändern. Davon sind die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar und die Bauwirtschaft Baden-Württembergs überzeugt, die in Heidelberg ein gemeinsames Symposium zur „Mobilität der Zukunft“ organisierten. Im Mittelpunkt standen die Mobilitäts-tendenzen von morgen und Best-Practice-Beispielen aus Unternehmen, die den Verkehr schon heute mit kreativen Ideen bewältigen. Stillstand auf den Straßen lasse sich vermeiden, lautet das Fazit der Veranstalter.

„Die gute Erreichbarkeit von Städten ist sowohl heute als auch morgen ein ganz entscheid-ender Standortfaktor. Dabei müssen die Potenziale innovativer Konzepte ausgeschöpft werden“, betonen Kai-Uwe Sax, Vizepräsident der IHK Rhein-Neckar, und Markus Böll, Präsidiumsmitglied der Bauwirtschaft Baden-Württemberg.

IHK und Bauwirtschaft forderten im Rahmen des Symposiums unter anderem eine effizientere Abstimmung zwischen Bauträgern und Kommunen bei Straßenbauprojekten. Um Durchgangsverkehre aus den Innenstädten herauszuhalten, sei auch eine weitere Rheinquerung zwischen Mannheim und Ludwigshafen auf den Prüfstand zu stellen.

„Der Wirtschaftsverkehr muss in der Verkehrsplanung deutlich höher priorisiert werden. Wir benötigen eine engere Verzahnung der Belange der Wirtschaft mit städtischen Planungen, zum Beispiel durch Wirtschaftsverkehrsbeauftragte und Arbeitskreise für innerstädtische Logistik. So könnte auch die Innenstadtbelieferung innovativer und nachhaltiger gestaltet werden“, unterstreichen Böll und Sax die Notwendigkeit einer engeren Abstimmung zwischen Wirtschaft und Verwaltung.

Gegenwärtig sei die Metropolregion Rhein-Neckar von täglichen Staus für Wirtschafts-unternehmen und Berufspendler geprägt, ausgelöst durch große Bau- und Sanierungs-maßnahmen sowie zunehmenden Verkehrsrestriktionen in den Städten. Nicht mehr planbare Fahrzeiten und Fahrtkosten bedrohten aber den Wirtschaftsstandort.