04. Oktober 2018

Qualifizierte Zuwanderung kann Fachkräftemangel abmildern

Verband fordert auch gezielte Zuwanderung in die Ausbildung


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Stuttgart. „Qualifizierte Zuwanderung kann zur Abfederung des Fachkräfteengpasses in der Bauwirtschaft beitragen. Das jetzt vorliegende Eckpunktepapier für ein Fachkräftezuwanderungsgesetz geht daher in die richtige Richtung“, erklärt Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg. „Allerdings ist es wichtig, dass wir auch eine gezielte Zuwanderung in die Ausbildung ermöglichen, um angesichts des enormen Bedarfs an jungen Nachwuchskräften hier rechtzeitig Weichen für die Zukunft zu stellen.“

Möller verweist darauf, dass viele mittelständische Baubetriebe im Land bereits jetzt zahlreiche geflüchtete Menschen beschäftigen, die hier gut integriert leben, die Sprache sprechen und sich im beruflichen Alltag bewährt haben. Dass das neue Fachkräftezuwanderungsgesetz nun Bleiberechtsregelungen vorsieht, sei ein wichtiges Signal, um das Engagement der Betriebe auch in der Berufsausbildung weiterhin zu stärken. Dies würde insbesondere die derzeitige „3+2“-Regelung für Geflüchtete in Ausbildung betreffen, die bei einer einheitlichen und transparenten Anwendung sowohl für die Auszubildenden als auch für die Unternehmen mehr Sicherheit schaffe. „Unsere Branche ist seit jeher offen für Jugendliche mit ausländischen Wurzeln. Wir wünschen uns daher eine verstärkte Zuwanderung in die Ausbildung. Auch dieser Aspekt muss seitens der Politik gezielt berücksichtigt und gefördert werden“, betont Möller.