29. Januar 2019

Schwarzer Tag für Unternehmen im Raum Ludwigshafen-Mannheim

Verbandspräsident Markus Böll kritisiert unverantwortliches Verkehrsmanagement in der Metropolregion Rhein-Neckar


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Mannheim. Als „unverantwortliches Verhalten gegenüber den regionalen Wirtschaftsunternehmen“ bezeichnet Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, die Tatsache, dass laut Bericht des Mannheimer Morgens die Hochstraße Süd nicht, wie ursprünglich geplant, vor dem Umbau der Hochstraße Nord saniert wird. Dadurch ist für Lkw während der Bauarbeiten an der Hochstraße Nord mehrere Jahre kein Zulieferverkehr von den Autobahnen A650 und A61 über die Hochstraßen nach Mannheim möglich. Die nächsten alternativen Rheinquerungen für Lkw liegen bei Frankenthal und Speyer. „Eine unhaltbare Situation für die regional ansässigen Unternehmen. Wie sollen unsere Baustellen effektiv beliefert werden?“, kritisiert der Verbandspräsident.

Die Tatsache, dass beide Hochstraßen saniert werden müssen, ist seit vielen Jahren bekannt. Der Verband Bauwirtschaft hat – ebenso wie andere Wirtschaftsvertreter - bereits vor Jahren auf Grund der zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen während der Sanierungsphase der Hochstraßen eine alternative dritte Rheinquerung bei Altrip gefordert. Doch die Politik hat die rechtzeitige Umsetzung eines funktionsfähigen Verkehrskonzeptes für die Rheinquerung zwischen Mannheim und Ludwigshafen versäumt.

Markus Böll bewertet die komplexen Planungsvorschriften und langwierigen Genehmigungsverfahren in Deutschland als eine der Hauptursachen für dieses Versagen. „In Deutschland sind wir nicht mehr in der Lage, dringend benötigte Bauprojekte zeitnah umzusetzen, wie es beim Aufbau Ost noch der Wende noch der Fall war.“ Der Verbandspräsident fordert alle Verantwortlichen vor Ort dazu auf, sich aktiv für eine Verkürzung dieser Verfahren einzusetzen.