17. April 2019

Kooperatives Studienmodell „Baubetrieb-Plus“ mit besonderem Praxisbezug

Die Hochschule Karlsruhe und die Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet


contentmaker/standard/editor.tpl | standard

Die Hochschule und die Bauwirtschaft arbeiten künftig im kooperativen Studienmodell „Baubetrieb-Plus“ zusammen, um Studierende mit besonderem Praxisbezug auszubilden. Die Studierenden können durch Verzahnung der Ausbildungsangebote gleichzeitig einen vollwertigen Ausbildungsabschluss in einem gewerblichen Beruf der Bauwirtschaft sowie den akademischen Grad „Bachelor of Engineering (B.Eng.)“ im Studiengang Baumanagement und Baubetrieb erwerben. Dabei handelt es sich um ein vollwertiges Ingenieurstudium mit besonderem Praxisbezug, bei dem ein theoretisch-wissenschaftliches Studium und die betriebliche bzw. überbetriebliche Berufsausbildung in einem kooperativen Bachelorstudienmodell kombiniert werden.

In Anwesenheit der Vertreter der Fakultät Architektur und Bauwesen, Prodekan Prof. Dr.-Ing. Clemens Wittland und Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Hermann Hütter sowie Stefan Münich, Leiter des Bildungszentrums Bau in Mannheim, unterzeichneten Dipl.-Ing. (FH) Gerald Lanzenberger, Präsidiumsmitglied der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V., und der Rektor der Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger, die entsprechende Kooperationsvereinbarung zum neuen Studienangebot „Baubetrieb Plus“.

„Mit der heutigen Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Hochschule Karlsruhe und der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. gehen unsere beiden Einrichtungen einen wichtigen Schritt in Richtung einer Öffnung zwischen beruflicher und akademischer Bildung, zumal Praxisnähe ein zentraler Markenkern unserer Hochschule ist“, so der Rektor der Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger.

„Die Bauwirtschaft hat einen großen Bedarf an praxisnah ausgebildeten Nachwuchs-Ingenieuren. Der neue Studiengang bietet eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Das ausbildende Unternehmen kennt bereits im Vorfeld seinen zukünftigen Ingenieur, der Jungingenieur das Unternehmen“, begrüßte Gerald Lanzenberger die Kooperationsvereinbarung.

Das kooperative Studienmodell „Baubetrieb-Plus“ umfasst das Studium im Bachelorstudiengang Baumanagement und Baubetrieb der Hochschule Karlsruhe mit der Regelstudienzeit von 7 Semestern und 210 CP (Credit Points) nach ECTS (European Credit Transfer System), im Rahmen des jeweils gültigen Curriculums (derzeit Studien- und Prüfungsordnung SPO 4). Die Ausbildung in einem gewerblichen Beruf erstreckt sich über 3 ½ Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum Bau Mannheim statt. Die vertragliche Ausbildungszeit beträgt 42 Monate und ist aufgeteilt in eine vorgeschaltete Ausbildungszeit von 5 Monaten, Ausbildungszeiten in den vorlesungsfreien Zeiten und in eine Ausbildungszeit von ca. 6 Monaten nach dem 4. Studiensemester. Die Abschlussprüfung in dem gewerblichen Beruf wird vor dem zuständigen Prüfungsausschuss der zuständigen Kammern abgelegt.

Der neue Studiengang „Baubetrieb Plus“ bietet seinen Studierenden drei zentrale Vorteile: Sie haben nach dreieinhalb Jahren gleich zwei Abschlüsse in der Tasche – den Gesellenbrief in einem Bauberuf und den Bachelor of Engineering. Sie können bereits Erfahrung in einem Bauunternehmen sammeln und haben damit schon erste Kontakte zu ihrem möglichen künftigen Arbeitgeber geknüpft. Die Studierenden erhalten bereits während des Studiums eine Ausbildungsvergütung in Anlehnung an die Tarifverträge. Im ersten Ausbildungsjahr sind dies 850 Euro pro Monat, im 2. Ausbildungsjahr 1 200 Euro pro Monat, danach 1 475 Euro monatlich.

Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Nähere Informationen zum Studiengang „Baubetrieb Plus“ erteilt der Studiendekan des Studiengangs Baumanagement und Baubetrieb (Bachelor), Prof. Dr. Karsten Schubert (karsten.schubert@hs-karlsruhe.de) der Fakultät für Architektur und Bauwesen der Hochschule Karlsruhe oder Stefan Münich (muenich@bauwirtschaft-bw.de), Leiter des Bildungszentrums Bau Mannheim.