17. Mai 2019

Bauwirtschaft im Land meldet starkes Auftragsplus

Zahl der Beschäftigten zeigt weiter nach oben


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Stuttgart. Die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg ist weiterhin auf starkem Wachstumskurs. Allein im 1. Quartal 2019 haben die Auftragseingänge um 30,6 % zugelegt. Das Auftragsvolumen summierte sich in diesem Zeitraum auf insgesamt 3,14 Mrd. Euro. Besonders deutlich stiegen die Orderzuwächse im Wirtschaftsbau. Hier gab es ein Plus um 66,7 %. Damit ist die befürchtete konjunkturelle Nachfrageschwäche aus der verarbeitenden Wirtschaft im Südwesten bislang nicht eingetreten. Deutlich verhaltener war hingegen die Auftragsentwicklung im Straßenbau. Hier stiegen die Auftragseingänge seit Jahresbeginn lediglich um 2,0 %.

An dieser Zahl zeige sich einmal mehr, dass die Auftragsvergabe seitens der öffentlichen Hand in den ersten Monaten eines Jahres meist nur schleppend vorankommt und so zum Risiko für die Bauunternehmen wird, kritisiert der Geschäftsführer der Landesvereinigung Bauwirtschaft Thomas Möller das zögerliche Vergabeverhalten - insbesondere der Kommunen. Dabei könnte aufgrund der veränderten klimatischen Verhältnisse hierzulande in der Regel auch in den Wintermonaten gearbeitet werden: „Stattdessen wissen unsere Straßenbaubetriebe oft nicht, wie sie im Januar/Februar ihre Mitarbeiter beschäftigen sollen. Wenn dann im Mai die ersten Aufträge reinflattern, wird erwartet, dass diese möglichst rasch im Sommer abgearbeitet werden. So geht das nicht, unsere Firmen brauchen mehr Kontinuität und Planungssicherheit, um rechtzeitig ihre Kapazitäten zu koordinieren und gegebenenfalls aufzustocken.“

Gut entwickelt haben sich im 1. Quartal dieses Jahres auch die Umsatzzahlen. Die meisten Bausparten legten im Schnitt um gut 20 % zu. Lediglich der Wohnungsbau verzeichnete mit 3,4 % nur geringe Zuwächse. Damit lag das Gesamtumsatzplus in den ersten drei Monaten bei 16,3 %. Dennoch wird weiterhin kräftig in den Wohnungsbau investiert. Die niedrigen Zuwachszahlen in dieser Sparte sind ursächlich auf den extrem hohen Basiseffekt des gleichen Vorjahreszeitraums zurückzuführen. Nach wie vor positiv ist außerdem die Lage auf dem Arbeitsmarkt. So stieg die Zahl der Mitarbeiter in den größeren Bauunternehmen in Baden-Württemberg mit 20 und mehr Beschäftigten um 6,6 % auf rund 63.000. Laut Landesvereinigung Bauwirtschaft wird sich der Beschäftigtenaufbau auch in den kommenden Monaten in ähnlicher Dynamik fortsetzen.