10. Juli 2019

Maurer Christoph Rapp aus Schemmerhofen tritt bei der Weltmeisterschaft der Berufe an

Förderung junger Nachwuchskräfte am Bau ist wichtige Aufgabe


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Stuttgart. Der 22-jährige Maurer Christoph Rapp aus Schemmerhofen startet als Mitglied des Nationalteams Deutsches Baugewerbe bei der 45. WorldSkills, der Weltmeisterschaft der Berufe. Der Wettbewerb findet vom 22. bis zum 27. August im russischen Kazan statt.

Begeisterung, Siegeswille und Gelassenheit

Das Nationalteam Deutsches Baugewerbe besteht aus sechs hochbegabten Nachwuchshandwerkern, die in den fünf Gewerken Zimmerer, Maurer, Fliesenleger, Stuckateur und Beton-/Stahlbetonbauer ihr Können unter Beweis stellen. Das Maurerhandwerk vertritt der 22-jährige Christoph Rapp. Im letzten Jahr hat er bei der Europameisterschaft der Berufe, der EuroSkills, bereits die Goldmedaille gewonnen und sich somit den Titel als Europas bester Maurer gesichert. Daran will er beim Wettbewerb in Kazan anknüpfen. „Dass es im letzten Jahr für die Goldmedaille gereicht hat, hätte ich nicht erwartet. Aber natürlich gibt das Rückendeckung für die Weltmeisterschaft. Mein Rezept für den Wettkampf: Cool bleiben und einfach machen – so, wie sich das für Maurer eben gehört“, beschreibt Rapp seine Erwartungen. „Mein Beruf ist der schönste der Welt, gar keine Frage. Am Ende des Tages sieht man, wofür man gearbeitet hat und baut an etwas mit, das im besten Fall jahrzehntelang bestehen bleibt.“ Rapp hat seine Ausbildung 2016 abgeschlossen und durchläuft aktuell die Weiterbildung zum Bautechniker und Maurermeister.

Hoher Fachkräftebedarf in der Bauwirtschaft

Getragen wird das Nationalteam Deutsches Baugewerbe vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). Für Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa ist die Förderung junger Menschen, die für ihren Beruf am Bau brennen, ein großes Anliegen – und ein politisch wichtiges obendrein: „Die deutsche Bauwirtschaft hat eine hervorragende Berufsausbildung. Wir bilden die Fachkräfte von morgen aus – und das kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Die Bauhandwerker in unserem Nationalteam sind die Besten der Besten und zeigen, dass eine Ausbildung am Bau ein exzellenter Grundstein für die eigene Karriere ist“, erklärt Pakleppa. So kann eine abgeschlossene Bau-Ausbildung der erste Schritt zur Gründung eines eigenen Unternehmens sein. Vor diesem Hintergrund steigt das Interesse an einer Tätigkeit in der Bauwirtschaft: Ende 2018 gab es gegenüber dem Vorjahr bundesweit rund fünf Prozent mehr Auszubildende in den Bauberufen – angesichts des hohen Fachkräftebedarfs in der Branche eine positive Entwicklung. 

WorldSkills 2019: Daten und Fakten

Rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 60 Ländern treten bei der 45. WorldSkills, der Weltmeisterschaft der Berufe, im russischen Kazan an. Austragungsort ist das Ausstellungszentrum „Kazan Expo International Exhibition Centre“. Vom 22. bis zum 27. August werden dort insgesamt 56 nicht-akademische Berufswettbewerbe (Skills) ausgetragen. Das Team von WorldSkills Germany beteiligt sich mit 39 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in 33 offiziellen Disziplinen sowie in zwei Future Skills starten.