29. Juli 2019

Ausbildung am Bau als Grundlage für erfolgreiche Berufskarriere

19 Baulehrlinge erhalten ihre Gesellenbriefe


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Karlsruhe. Nach mehrjähriger intensiver und anspruchsvoller Ausbildung war es am 25. Juli 2019  soweit: Im Rahmen einer Freisprechungsfeier erhielten 19 Nachwuchskräfte im Maurer- sowie im Fliesenlegerberuf im Bildungszentrum Karlsruhe ihre Gesellenbriefe. Gerald Lanzenberger, Präsidiumsmitglied des Verbandes Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Joachim Wohlfeil, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, Dirk Siegel, Geschäftsführer der Bildungsakademie der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, und Zentrumsleiter Oliver Geis beglückwünschten die frischgebackenen Gesellen und wünschten Ihnen alles Gute für ihre weitere berufliche Entwicklung. Reiner Schaber, Obermeister der Bau-Innung Karlsruhe-Bruchsal, und Gerd Künzler, Obermeister der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Innung Karlsruhe, überreichten den erfolgreichen Junghandwerkern ihre Urkunden.

Honoriert wurden bei der Abschlussfeier auch besondere Leistungen, welche die Auszubildenden während ihrer Lehre erbracht hatten. Für Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und kollegiales Arbeiten belobigte Oliver Geis die Maurerin Laura Hiemann aus Gondelsheim und den Fliesenleger Marvin Becker aus Oberderdingen und übergab ihnen Geldpreise des Bildungszentrums Karlsruhe. Für ihre hervorragende Note in der Gesellenabschlussprüfung erhielt Laura Hiemann zudem von Dirk Siegel einen Weiterbildungsgutschein der Bildungsakademie zur Teilnahme an einem Vorarbeiterkurs.

„Sie haben mit Ihrer Gesellenprüfung eine gesunde Basis für Ihren späteren Berufsweg erreicht“, bescheinigte Gerald Lanzenberger seinen Zuhörern. Gleichzeitig spornte er sie an, auf ihrem Erfolg aufzubauen: „Nutzen Sie die Chancen, wie sie nur am Bau anzutreffen sind. Dazu gehört auch, dass Sie nicht stehenbleiben, dass Sie weiter an sich arbeiten, sich fort- und weiterbilden und engagiert Ihren Weg gehen.“ Wegen des hohen Baubedarfs, z.B. im Wohnungsbau und im Verkehrswegebau, seien qualifizierte Fach- und Führungskräfte in der Baubranche auch in der Zukunft gesucht.  In diesem Zusammenhang wies Lanzenberger auf die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten für Gesellen hin, die z.B. zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Polier aufsteigen oder die Meisterprüfung bis hin zur Selbstständigkeit anstreben können. Zudem ist nach Erwerb der Fachhochschulreife ein Ingenieurstudium möglich.

Insgesamt wurden 2018/19 in Baden-Württemberg rund 6.000 Nachwuchskräfte in den über 20 Bauberufen ausgebildet. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Gewerbeschule sowie in überbetrieblichen Ausbildungszentren statt. Der Verband Bauwirtschaft Baden-Württemberg betreibt über seine Bildungsakademie insgesamt sieben solche Zentren – hier erlernen die Lehrlinge alle praktischen Fertigkeiten, die sie für ihren jeweiligen Beruf benötigen.

Da die Tätigkeit am Bau zunehmend durch die Digitalisierung geprägt wird, hat die Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren neue Formen des Wissenserwerbs sowie digitale Techniken in die Ausbildung integriert. Dazu gehören die Nutzung moderner Unterrichtsmedien wie z.B. Tablets, das Arbeiten mit dreidimensionalen CAD-Modellen oder die Einbeziehung der Internetrecherche z.B. bei der Arbeitsvorbereitung. Ganz neue Möglichkeiten bietet der Einsatz von Simulatoren bei der Kran- und Baggerausbildung. Erlernt wird gleichfalls der Umgang mit digitalen Vermessungsgeräten, die dank Lasertechnik das Berechnen von Flächen und Volumina oder das Abstecken von Baustellen erheblich erleichtern.

Nähere Infos zu den Ausbildungs- und Karrierechancen in den Bauberufen gibt es unter www.bau-dein-ding.de.