16. September 2019

Top-Karrierechancen durch Ausbildung am Bau

200 Baulehrlinge erhalten ihre Gesellenbriefe


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Geradstetten. Nach mehrjähriger intensiver und anspruchsvoller Ausbildung war es am 13. September 2019  soweit: Fast 200 Nachwuchskräfte in den Berufen Straßenbauer und Baugeräteführer erhielten im Rahmen einer Abschlussfeier im Bildungszentrum Bau Geradstetten ihre Gesellenbriefe bzw. Urkunden. Bernhard Sänger, Vizepräsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg,  Reinhart Molt, Bürgermeister von Remshalden, Stefan Weißert, Leiter der Grafenbergschule Schorndorf, Julia Holschumacher von der Handwerkskammer Region Stuttgart, und Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, beglückwünschten die Junghandwerker und wünschten Ihnen alles Gute für ihre weitere berufliche Entwicklung. Gert Wöllhaf, Vorsitzender des landesweiten Straßenbauer-Prüfungsausschusses, Ute Kori, Obermeisterin der Fachinnung Straßenbau Stuttgart-Reutlingen-Heilbronn-Ulm, sowie Odo König, Vorsitzender des landesweiten übergreifenden Prüfungsausschusses der Baugeräteführer, überreichten den erfolgreichen Absolventen ihre Urkunden.

Besonders geehrt wurden die Nachwuchskräfte mit den besten Abschlussnoten. Bernhard Sänger übergab zusammen mit dem Vorsitzenden der jeweiligen Prüfungskommission den Straßenbauern Joshua Holzwarth, Tim Blankenhorn, Alexander Böhm und Angelo Schmid sowie den Baugeräteführern  Moritz Nuber, Patrick Berg und Simon Frick als Anerkennung für ihre herausragenden Ergebnisse jeweils einen Weiterbildungsgutschein zur kostenfreien Teilnahme an einem Vorarbeiterkurs sowie einen UV-Schutzhelm aus dem Präventionsprogramm der BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft.

„Sie haben mit Ihrer Gesellenprüfung eine gesunde Basis für Ihren späteren Berufsweg geschaffen“, bescheinigte Präsident Bernhard Sänger seinen Zuhörern. Gleichzeitig spornte er sie an, auf ihrem Erfolg aufzubauen: „Nutzen Sie die Chancen, wie sie nur am Bau anzutreffen sind. Dazu gehört auch, dass Sie nicht stehenbleiben, dass Sie weiter an sich arbeiten, sich fort- und weiterbilden und engagiert Ihren Weg gehen.“ Wegen des hohen Baubedarfs, z.B. im Wohnungsbau und im Verkehrswegebau, seien qualifizierte Fach- und Führungskräfte in der Baubranche auch in der Zukunft gesucht.  In diesem Zusammenhang wies Sänger auf die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten für Gesellen hin, die z.B. zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Polier aufsteigen oder die Meisterprüfung bis hin zur Selbstständigkeit anstreben können. Zudem ist nach Erwerb der Fachhochschulreife ein Ingenieurstudium möglich.

Insgesamt wurden 2018/19 in Baden-Württemberg rund 6.000 Nachwuchskräfte in den über 20 Bauberufen ausgebildet. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Gewerbeschule sowie in überbetrieblichen Bau-Bildungszentren statt. Der Verband Bauwirtschaft Baden-Württemberg betreibt über seine Bildungsakademie insgesamt neun solche Zentren – hier erlernen die Lehrlinge alle praktischen Fertigkeiten, die sie für ihren jeweiligen Beruf benötigen.

Da die Tätigkeit am Bau zunehmend durch die Digitalisierung geprägt wird, hat die Bauwirtschaft in den vergangenen Jahren neue Formen des Wissenserwerbs sowie digitale Techniken in die Ausbildung integriert. Dazu gehören die Nutzung moderner Unterrichtsmedien wie z.B. Tablets, das Arbeiten mit dreidimensionalen CAD-Modellen oder die Einbeziehung der Internetrecherche z.B. bei der Arbeitsvorbereitung. Ganz neue Möglichkeiten bietet der Einsatz von Simulatoren bei der Kran- und Baggerausbildung. Erlernt wird gleichfalls der Umgang mit digitalen Vermessungsgeräten, die dank Lasertechnik das Berechnen von Flächen und Volumina oder das Abstecken von Baustellen erheblich erleichtern.

Nähere Infos zu den Ausbildungs- und Karrierechancen in den Bauberufen gibt es unter www.bau-dein-ding.de.