23. September 2019

Landesleistungswettbewerb in Bühl: Junge Straßenbauer stellen ihr Können unter Beweis

Südbadische Straßenbauer-Azubis erhalten ihren Gesellenbrief


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Bühl. Mit vollem Einsatz und höchster Konzentration rangen sie einen Tag lang um den Titel des Landessiegers: Acht junge Gesellen im Straßenbauerhandwerk beteiligten sich am Landesleistungswettbewerb, der am 20. September 2019 im Kompetenzzentrum Bau Bühl ausgetragen wurde. Am Ende fällte eine Bewertungskommission das Urteil über die gefertigten Arbeiten und legte die Rangfolge fest: Platz 1 erreichte Joshua Holzwarth aus Sontheim (Ausbildungsbetrieb: Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, Göppingen). Den 2. Platz belegte Tim Kromer aus Winterlingen (Ausbildungsbetrieb: Hildebrand OHG, Bodman-Ludwigshafen), Drittplatzierter war Nico Deibel aus Nordrach (Ausbildungsbetrieb: Grafmüller GmbH, Zell a.H.). Bewertungskriterien waren die Maßgenauigkeit, die handwerkliche Ausführung und die exakte Umsetzung der Vorgaben.

Am Wettbewerbstag hatten die Teilnehmer von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr Zeit, um in den Werkhallen des Ausbildungszentrums die ihnen gestellte anspruchsvolle praktische Wettbewerbsaufgabe zu lösen. Gefragt war die Erstellung einer Verkehrsinsel als Pflasterfläche, wobei die Verarbeitung verschiedener Beläge sowie die Vorgabe unterschiedlicher Radien und Gefälle besondere Herausforderungen darstellten.

Den drei Bestplatzierten überreichte Martin Kronimus, Vorstandsvorsitzender der Kronimus AG in Iffezheim, den von seinem Unternehmen gestifteten Kronimuspreis. Zusätzlich erhielten alle Wettbewerbsteilnehmer Präsente von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg.

Der Landeswettbewerb ist Bestandteil der jährlich stattfindenden praktischen Leistungswettbewerbe der Handwerksjugend. Bei diesen Wettkämpfen werden unter den Junggesellen eines Bauberufs, die zuvor ihre Gesellenprüfung abgelegt haben, jeweils anhand von zu lösenden praktischen Aufgaben die Sieger ermittelt. Die Teilnehmer am Landeswettbewerb hatten sich zuvor als Beste ihres jeweiligen Handwerkskammerbezirks qualifiziert. Der aus der Ausscheidung in Bühl hervorgegangene Landessieger nimmt am Bundeswettbewerb teil, der vom 9. bis 11. November 2019 in Bad Zwischenahn (Niedersachen) stattfindet.

Ebenfalls am 20. September fand im Kompetenzzentrum die Freisprechungsfeier für die südbadischen Straßenbauer statt, die im vergangenen Sommer ihre Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten. Bernhard Sänger, Vizepräsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, und Uwe Bosler, Vorsitzender des landesweiten Gesellenprüfungsausschusses im Straßenbauerhandwerk, überreichten den Nachwuchshandwerkern ihre Gesellenbriefe. In seiner Ansprache appellierte Sänger an die jungen Baufachleute, auf dem Erlernten aufzubauen und die vielfältigen Weiterbildungsangebote und Aufstiegschancen der Branche zu nutzen. Mit Blick auf den hohen Baubedarf der kommenden Jahre betonte der Vizepräsident: „Ich kann Ihnen versichern, dass Sie gebraucht werden und dass Ihnen am Bau viele berufliche Wege offen stehen.“

Die eigentliche Freisprechung, verbunden mit der Erhebung in den Gesellenstand, nahm Uwe Bosler vor. Auf humorvolle Weise erläuterte er das traditionelle Ritual und sprach die Junggesellen von den Verpflichtungen los, die sie als Auszubildende eingegangen waren.

Die drei Gesellen mit den besten Prüfungsergebnissen erhielten von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg Auszeichnungen. Den ersten Platz erreichte Tim Kromer aus Winterlingen (Ausbildungsbetrieb: Hildebrand OHG, Bodman-Ludwigshafen). Ihm folgten Rouven Robbe aus Baiersbronn (Ausbildungsbetrieb: Huber Bau GmbH & Co. KG, Ottenhöfen) und Max Allgaier aus Oberwolfach (Ausbildungsbetrieb: Martin Rauber, Oberwolfach).

Zusätzlich übergab Martin Kronimus den erfolgreichsten Absolventen der praktischen Straßenbauer-Gesellenprüfung jeweils einen Geldpreis seines Unternehmens. Ausgezeichnet wurden als Erstplatzierte Tim Kromer aus Winterlingen sowie Christian Märtin aus Endingen (Ausbildungsbetrieb: Peter Hoch Pflaster- und Straßenbau GmbH & Co. KG, Freiburg). Die Plätze 2 und 3 belegten Simon Appelhans aus Klettgau (Ausbildungsbetrieb: Kaiser GmbH, Klettgau) und Niklas Staller aus Grafenhausen (Ausbildungsbetrieb: Wolfram Staller, Grafenhausen).