02. Oktober 2019

Bauwirtschaft fordert zukunftsfähiges Verkehrskonzept für die Metropolregion Rhein-Neckar

Fehlende Infrastrukturinvestitionen bedrohen Wirtschaftsstandort


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Mannheim. „Eine dritte Rheinquerung darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden, nur so lässt sich ein totaler Verkehrskollaps in der Region verhindern“, fordert Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg angesichts der nun verkündeten vierjährigen Sperrung der Hochstraße Süd. Er beklagt: „Das derzeitige Verkehrsmanagement in der Metropolregion Rhein-Neckar ist eine Katastrophe! Es muss endlich geändert werden.“

Schon vor vier Jahren hat die hiesige Bauwirtschaft auf den Sanierungsstau der beiden Hochstraßen Süd und Nord über den Rhein hingewiesen und rasche Lösungen gefordert. Die aktuelle Notlage für die regional ansässigen Unternehmen hätte aus Sicht des Verbandes verhindert werden können, wäre rechtzeitig investiert worden. „Der desolate Zustand der Hochstraßen ist seit langem bekannt. Die heutige Entwicklung war vorhersehbar. Hätte man frühzeitig gehandelt, wäre eine Sanierung zum jetzigen Zeitpunkt schon deutlich weiter vorangeschritten“, kritisiert Möller. Der gesamte Vorgang sei ein mahnendes Beispiel dafür, was passiert, wenn notwendige Infrastrukturinvestitionen immer weiter verschoben werden.

Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg fordert daher von allen Beteiligten umgehend ein verantwortungsvolleres Verkehrsmanagement in der Metropolregion Rhein-Neckar. Dazu gehört neben der zügigen Planung und Umsetzung einer dritten Rheinquerung insbesondere auch eine dauerhafte und zukunftsweisende Verstetigung von Investitionen in die Infrastruktur.