Bauwirtschaft im Dialog mit Bauministerin Theresa Schopper
Baden-Württemberg braucht eine wohnungsbaupolitische Offensive
Beim ersten Austausch zwischen der Bauwirtschaft Baden-Württemberg (BBW) und der neuen Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Theresa Schopper, hat die Branche auf eine rasche Umsetzung der wohnungsbaupolitischen Maßnahmen des Koalitionsvertrags gedrängt. Im Mittelpunkt des Gesprächs im Bildungszentrum Bau Geradstetten standen die Herausforderungen des Wohnungsmarktes, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie der notwendige Bürokratieabbau.
BBW-Präsident Markus Böll betonte die Bedeutung eines schnellen politischen Handelns: „Die Bauwirtschaft braucht jetzt verlässliche Rahmenbedingungen und eine konsequente Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen. Nur so können wir den Wohnungsbau wieder ankurbeln und dringend benötigten Wohnraum schaffen.“
Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, zeigte sich offen für die Anliegen der Branche und kündigte einen engen Austausch mit den Akteuren des Bauens an. „Wohnen ist weit mehr als ein Dach über dem Kopf. Wir leben in geopolitisch unsicheren Zeiten, der Krieg in der Ukraine ist nahe. Gerade deshalb gibt ein sicheres Zuhause den Menschen Stabilität und Sicherheit.“ Die eigenen vier Wände seien Mittelpunkt des Familienlebens und heute oft auch Arbeitsplatz im Homeoffice“, so die Ministerin. „Deshalb brauchen wir mehr Wohnraum, der bezahlbar bleibt. Die Bauwirtschaft ist dafür ein unverzichtbarer Partner. Sie schafft Wohnraum, bietet attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze und sichert regionale Wertschöpfung weit über die Baustelle hinaus. Unser gemeinsames Ziel in Baden-Württemberg ist es, Gebäude schneller aufzubauen und Bürokratie abzubauen.“ Der Dialog mit der Bauwirtschaft ist für Theresa Schopper dafür von großer Bedeutung: „Die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt können wir nur gemeinsam lösen.“
Die Vertreter der Bauwirtschaft begrüßten die Gesprächsbereitschaft der Ministerin und verwiesen auf die Dringlichkeit der anstehenden Aufgaben. Insbesondere die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Entlastung bei regulatorischen Anforderungen sowie die Stärkung des Wohnungsbaus müssten nun zeitnah angegangen werden.
„Wir haben eine Ministerin erlebt, die zuhört und den Dialog sucht. Nun kommt es darauf an, die angekündigten wohnungsbaupolitischen Schritte zügig in die Praxis umzusetzen“, so Markus Böll abschließend.
Das Foto zeigt (v.li.): BBW-Präsident Markus Böll, HGF Thomas Möller, Ministerin Theresa Schopper, Thomas Beißwenger, HGF ISTE, und Dirk Siegel, GF Bildungsakademie der Bauwirtschaft.
Bildnachweis: Messer Photo & Design

v.l.n.r.: Markus Böll (Präsident Bauwirtschaft BW), Thomas Möller (Hauptgeschäftsführer Bauwirtschaft BW), Theresa Schopper (Landesbauministerin), Thomas Beißwenger (Hauptgeschäftsführer ISTE BW) und Dirk Siegel (Geschäftsführer der Bildungsakademie der Bauwirtschaft BW) - Bildnachweis: Messer Photo & Design
