Deutsche Meisterschaft im Handwerk auf Landesebene - Wettbewerb der Straßenbauer in Geradstetten

Nachwuchskräfte zeigen ihr Können

Remshalden-Geradstetten. Beim Landeswettbewerb der Straßenbauer am 25. September 2026 im Bildungszentrum Bau Geradstetten stellten die besten Nachwuchskräfte aus Baden-Württemberg ihr Können unter Beweis. Diesmal waren Straßenbauergesellen aus sieben verschiedenen Handwerkskammerbezirken vor Ort, um untereinander den Landessieger zu ermitteln. Unter den kritischen Augen der Prüfungskommission hatten sie einen Tag Zeit, die praktische Wettbewerbsaufgabe zu lösen. Eine anspruchsvolle Herausforderung, die nur mit vollem Einsatz und höchster Konzentration zu meistern war.

 

Die Aufgabe der jungen Gesellen bestand darin, einen barrierefreien Zugang zu einer Promenade an einem Flussufer, wie etwa in Stuttgart am Neckar, zu bauen. Dieser sollte über taktile Bodenindikatoren als Blindenleitsystem verfügen. Eine große Herausforderung war das Abstecken der Pflasterfläche, die dreidimensional mit verschiedenen Gefällen sowie einer Kuppenausrundung berechnet werden musste. Darüber hinaus ging es um das Verlegen von Natursteinverbänden und das Setzen von Mosaikpflaster. Die Schwierigkeit hierbei bestand darin, die Flächen dreidimensional herzustellen, um den Promenadenabschnitt gut zu entwässern.

 

Besonders herausfordernd beim Wettbewerb waren die maßgenaue Vermessung und Absteckung sowie die qualitativ hochwertige Ausführung in der vorgegebenen Zeit. Ute Kori, Obermeisterin der Fachinnung Straßenbau Stuttgart, Reutlingen, Heilbronn, Ulm, und Straßenbaumeister Tim Menner aus Breisach, beide Mitglied der Prüfungskommission, zeigten sich am Ende sehr zufrieden mit den erreichten Ergebnissen und dem handwerklichen Können der jungen Baufachleute.

 

Landessieger der Straßenbauer ist in diesem Jahr Felix Niklas Götz aus Deggingen, der seine Ausbildung bei der Georg Moll Tief- + Straßenbau GmbH + Co. KG in Gruibingen absolviert hat. Den zweiten Platz erreichte Jonas Nick Milchraum aus Mühlacker. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Karl Heinrich Bauunternehmung GmbH + Co. in Maulbronn. Platz 3 belegte Max Wagner aus Friedrichshafen, der bei der Zwisler GmbH in Tettnang ausgebildet wurde.

 

Als Anerkennung für ihre herausragende Leistung erhielten die drei Erstplatzierten eine Urkunde und den wertvollen Kronimuspreis. Zudem hat sich Felix Niklas Götz als Wettbewerbssieger für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Bauberufe qualifiziert, die am 8. und 9. November 2026 in Sigmaringen stattfinden.

 

138 junge Straßenbauer und Baugeräteführer erhalten ihre Gesellenbriefe

 

Im Anschluss an den Landeswettbewerb fand im Bildungszentrum die diesjährige Lehrabschlussfeier für insgesamt 138 Straßenbauer und Baugeräteführer statt. Die Nachwuchskräfte hatten im vergangenen Winter bzw. in diesem Sommer ihre Ausbildung erfolgreich in den Bau-Bildungszentren in Bühl, Geradstetten und Sigmaringen abgeschlossen. Die erfolgreichen Absolventen erhielten ihre Gesellenbriefe bzw. wurden, sofern sie ihre Urkunde bereits früher bekommen hatten, nochmals zur bestandenen Prüfung beglückwünscht. Zudem wurden die drei besten Straßenbauer von der Firma Kronimus AG mit einem Preisgeld ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten 24 Junggesellen, die ihre Prüfung mit einer Note besser als 2,0 bestanden hatten, als Anerkennung einen Fortbildungsgutschein für die kostenlose Teilnahme an einem Vorarbeiterkurs.

 

Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, wies auf die hervorragenden Karrierechancen hin, die sich engagierten Fachkräften in der Bauwirtschaft bieten. „Zu den Vorteilen der Bauberufe zählt auch die Sicherheit der Arbeitsplätze. Aufgrund des hohen Baubedarfs gibt es in den nächsten Jahren sicher viel zu tun“, betonte Möller.

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