Nachhaltig und wirtschaftlich bauen am Beispiel Freiburg-Dietenbach
Bauwirtschaft Baden-Württemberg legt Studie zu unterschiedlichen Bauweisen vor
Stuttgart. Welche Bauweise ermöglicht nachhaltiges und zugleich kostengünstiges Bauen? Dieser Frage ist die Bauwirtschaft Baden-Württemberg mit einer Vergleichsrechnung nachgegangen. Untersucht wurden acht Varianten eines fünfgeschossigen Mustergebäudes für den neuen Freiburger Stadtteil Dietenbach in Massiv-, Holz- und Hybridbauweise. Die Ergebnisse stellte der Verband am 25. März 2026 bei einer Veranstaltung mit der Stadt Freiburg vor.
Die Analyse zeigt: Es gibt nicht die einzig richtige Lösung. Beim Klimaschutz erzielt ein optimierter Hybridbau die besten Ergebnisse. Die konventionelle Massivbauweise erweist sich hingegen als besonders wirtschaftlich. Im CO₂-Vergleich zwischen innovativem Massivbau und klassischem Holzbau schneidet der Massivbau beim Testgebäude sogar besser ab.
Die Ergebnisse widerlegen das vielerorts verbreitete Klischee, Holzbau sei per se die klimafreundlichste Bauweise. Pauschale Bewertungen einzelner Baustoffe sind nicht zielführend“, erklärt Hauptgeschäftsführer Thomas Möller. Für nachhaltiges und bezahlbares Bauen braucht es technologieoffene und produktneutrale Rahmenbedingungen. Bei jedem Bauvorhaben sollten die Vorteile aller Bauweisen und Baustoffe gleichberechtigt genutzt werden können. Nur so können die jeweils passenden Lösungen gefunden werden.
Der Verband erhofft sich durch die Studie neue Impulse für die politische Diskussion über nachhaltiges und bezahlbares Bauen. Gefordert wird vor allem Ausgewogenheit bei der Bewertung der unterschiedlichen Bauweisen. Darüber hinaus sollen die Analysen Bauherren und Planern eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten. Obwohl das Musterhaus für Freiburg-Dietenbach entwickelt wurde, lassen sich die Ergebnisse auf andere Bauprojekte übertragen.
Das Mustergebäude wurde nach dem Gestaltungshandbuch der Stadt Freiburg gemäß dem Energiestandard EH 40 konzipiert. Es verfügt über ein Untergeschoss, Gewerbeflächen im Erdgeschoss und 14 Wohnungen in den vier Obergeschossen. Für die Analyse wurde das Bilanzierungstool eLCA des Bundes genutzt. Es wurden ausschließlich Baustoffe berücksichtigt, die in der Datenbank Ökobaudat des Bundesbauministeriums enthalten und am Markt verfügbar sind. In die Bewertung flossen die Lebenszyklusphasen gemäß den Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) ein – von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung.
Weitere Informationen zur Vergleichsberechnung sind in Kürze unter www.bauwirtschaft-bw.de abrufbar.

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